Heim-WM 2025: Deutschlands Handballerinnen starten mit großen Hoffnungen ins Turnier
Die Frauen-Handball-Weltmeisterschaft 2025, die vom 26. November bis 14. Dezember erstmals gemeinsam von Deutschland und den Niederlanden ausgerichtet wird, hat für die Gastgeberinnen einen besonderen Stellenwert. 32 Teams kämpfen in fünf Spielorten um den Weltmeistertitel – in Deutschland wird in Stuttgart, Trier und Dortmund gespielt, in den Niederlanden unter anderem in Rotterdam, wo auch Halbfinale und Finale stattfinden sollen.
Die Vorrunde läuft bis zum 2. Dezember und besteht aus acht Gruppen mit je vier Teams, von denen die jeweils besten drei in die Hauptrunde einziehen. Für die deutsche Mannschaft bedeutet das Vorrundenspiele in der Stuttgarter Porsche-Arena, ehe in Dortmund die K.-o.-Phase beginnen könnte. Deutschland gelang zum Auftakt gegen Island ein überzeugender 32:25-Sieg. Besonders Alina Grijseels mit sieben Toren sowie Jenny Behrend und Nieke Kühne mit je fünf Treffern sorgten für offensive Durchschlagskraft. In der zweiten Halbzeit stabilisierte Torhüterin Katharina Filter das deutsche Spiel mit wichtigen Paraden, wodurch einige technische Fehler kompensiert werden konnten. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Uruguay und Serbien.
Für zusätzliche Motivation sorgt eine neu beschlossene Rekord-Prämie des Deutschen Handballbundes: 425.000 Euro erhält die Mannschaft im Falle eines WM-Titels. Auch die Plätze zwei bis vier sowie das Erreichen des Viertelfinals werden deutlich höher dotiert als in früheren Jahren. Der Verband spricht von einem wichtigen Signal für mehr Wertschätzung im Frauensport, auch wenn die Prämien noch nicht vollständig an die der Männer heranreichen.
Weniger erfreulich ist für viele Fans, dass die WM nicht im Free-TV zu sehen ist. Alle Spiele laufen ausschließlich über den Streamingdienst Sporteurope.TV; im frei empfangbaren Fernsehen würden ARD und ZDF erst ab dem Viertelfinale übertragen – und auch nur dann, wenn Deutschland dieses erreicht. DHB-Präsidenten äußerten deutliche Kritik an dieser Situation und bezeichneten das Fehlen einer TV-Übertragung trotz Heim-WM als unverständlich.
Sportlich stehen die Chancen für die deutsche Mannschaft gut, die Hauptrunde zu erreichen und um die vorderen Plätze mitzuspielen. Doch mit starken Konkurrentinnen aus Skandinavien, Frankreich und den Niederlanden wartet ein hartes Feld. Der Heimvorteil, volle Arenen und die erhöhte Aufmerksamkeit könnten jedoch zu einem entscheidenden Faktor werden, wenn die DHB-Frauen versuchen, das Wintermärchen 2025 wahr werden zu lassen.



