Hurrikan Melissa – Der stärkste Sturm des Jahres 2025

Im Oktober 2025 bildete sich über dem Atlantik einer der stärksten tropischen Wirbelstürme der letzten Jahre: Hurrikan Melissa. Der Sturm entwickelte sich aus einer tropischen Welle, die Mitte Oktober von der afrikanischen Küste in Richtung Karibik zog. Bereits wenige Tage später nahm das System deutlich an Stärke zu und wurde am 21. Oktober offiziell als tropischer Sturm eingestuft. Begünstigt durch sehr warme Meerestemperaturen und geringe Windscherung intensivierte sich Melissa rasch. Innerhalb weniger Tage wuchs sie zu einem Hurrikan der Kategorie 5 heran – der höchsten Stufe auf der Saffir-Simpson-Skala. Mit Windgeschwindigkeiten von rund 295 km/h und einem Kerndruck von 892 hPa erreichte Melissa am 25. Oktober ihre größte Intensität. Damit zählt sie zu den stärksten je im Atlantik gemessenen Stürmen.

Am 28. Oktober traf Hurrikan Melissa mit voller Wucht auf Jamaika. Weite Teile der Insel wurden verwüstet: Stromausfälle, Überflutungen und schwere Windschäden prägten das Bild. Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen, und zahlreiche Straßen wurden unpassierbar. Anschließend zog der Sturm über den Osten Kubas hinweg und schwächte sich etwas ab, bevor er in Richtung der Bahamas weiterzog.

Meteorologen bezeichneten Melissa als ein extremes Beispiel für die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Durch wärmere Ozeane steht Hurrikanen mehr Energie zur Verfügung, was deren Häufigkeit und Stärke weiter erhöhen kann. Trotz rechtzeitiger Warnungen und Evakuierungen waren die Schäden enorm. Internationale Hilfsorganisationen und Nachbarländer stellten sofort Unterstützung bereit, um den Wiederaufbau in den betroffenen Regionen zu erleichtern.